Die Firma “Flader Feuerlöschtechnik” aus Jöhstadt/Erzgebirge prägte die Entwicklung der Feuerwehren um 1900 entscheidend mit.

Auf dieser Seite möchten wir nur die Technik der Firma Flader vorstellen, welche auch in unserem Besitz gewesen ist, bzw. sich heute noch befindet. Die erste nachweisliche Anschaffung einer Automobilen Motorspritze erfolgte im Jahre 1929 und war für diese Zeit ein enormer Fortschritt. Der Aufbau auf ein Opel - Fahrgestell mit 50 PS, 6 Zylinder, 3610 cm³ Hubraum und 2 - 2,5 t Tragfähigkeit erfolgte in Jöhstadt kurz nach der Bestellung am 31.01.1929 (Bauzeit lt. Angebot 8 - 10 Wochen). Die ersten Probleme  entstanden schon beim Bau, durch die Menge an Ausrüstung und die zusätzliche tragbare Leichtmotorspritze “Siegerin” am Heck. In Summe waren ca. 4t auf diesem
2-2,5t Fahrgestell, welches durch die Fa. Flader nachträglich mit Zwillingsreifen ausgerüstet wurde um die Nutzlast zu erhöhen bzw. die Defizite zu kompensieren.
Die Vorbaupumpe an der Front des Fahrzeuges hatte schon damals eine Leistung von  800l bei 80 m/Ws (Meter/Wassersäule) die “Siegerin” hatte 500l bei 60 m/Ws.
Die Gesamtkosten inkl. der gesamten Beladung (Strahlrohre, Verteiler, Schlauchmaterial, klappbare Hakenleitern, zwei herausnehmbare Schlauchhaspeln usw.) beliefen sich bei einer Werksabholung auf 15587,50 RM (= heute 51750,50 €, lt. Umrechnungsfaktor aus Wikipedia). Dieses eigentlich hoffnungslos überlastete Fahrgestell wurde 8 Jahre später mit gerissenem Rahmen, defektem Motor ausgesondert und der gesamte Aufbau auf ein Fahrgestell NAG Büssing “Burglöwe” mit einer Nutzlast von 3,5 t umgesetzt. Dieser NAG wurde ca. 1954 an eine andere, uns unbekannte Feuerwehr abgegeben. Desweiteren befindet sich noch ein Anhänger mit Siegerin Kleinmotorspritze von Hans Flader in unserem Besitz, dieser wurde beim Ausräumen des Gerätehauses in Berbisdorf wiederentdeckt. Diese Bauweise hat es so nicht gegeben, ist es doch ein eigener Umbau der Einsiedler Kameraden gewesen, um den Anhänger für den Nachwuchs, die
AG Junge Brandschutzhelfer zu nutzen. Im Original befindet sich eine Siegerin ZW 1 auf dem Anhänger, was auf diesem Prospekt ersichtlich ist. Auch diese Pumpe ist auch heute noch bei uns zu finden, nicht restauriert aber in sehr gutem Zustand. Die Kleinmotorspritze wurde zusammen mit der Lafette in vielen Arbeitsstunden bis zur 750 Jahrfeier unseres Ortes (im Jahre 2004)  fertiggestellt und erstmals nach vielen Jahren der Bevölkerung gezeigt. Sie steht heute in unserem Gerätehaus und wird mindestens einmal jährlich zum Mai-Umzug von der Jugendfeuerwehr und unserem Verein präsentiert.

Technische Daten / Typenschilder:
Flader Siegerin ZW 1 , Anhänger (mit der Maus über den Text)

Quellen dieser Informationen und Bilder:
Unterlagen der FFW Einsiedel, Feuerwehr - UB, Wikipedia,

(Feuer-) Löschkarton als Werbung von Hans Flader
Grundierung des vorbehandelten Fahrgestells
Anhänger des Einsiedler Brauhauses mit KleinmotorspritzeDie Siegerin Kleinmotorspritze besitzen wir noch immer
Kotflügel mit neuer originaler Fladerschrift
Fix und Fertig restaurierter Anhänger